Vier Tage hatten die Spieler des TBV Lemgo Lippe nach dem Auswärtssieg in der European League in Nantes Zeit, um sich zu regenerieren. Am Sonntag wartet am 9. Spieltag der LIQUI MOLY HBL der nächste schwere Gegner, wenn die in dieser Saison bislang ungeschlagenen Füchse Berlin in der Phoenix Contact-Arena gastieren (Anpfiff 16 Uhr, ab 15.55 Uhr live auf Sky Sport 4 HD). „Mit den Füchsen haben wir zuhause eine tolle Aufgabe vor uns“, freut sich TBV-Trainer Florian Kehrmann bereits auf die Partie.

 

„Wir setzen unsere Hoffnung am Sonntag besonders auf die Zuschauer“, fügt Kehrmann an. Die Unterstützung der Fans könne die „Körner“ kompensieren, die der TBV in den zuletzt hart umkämpften Partien gegen Nantes und im OWL-Derby gegen Minden gelassen habe. Denn mit den Füchsen Berlin reist nicht irgendein Team ins Lipperland. Der Hauptstadt-Klub ist derzeit in bestechender Form. Sieben aus acht Spielen gewann das Team von Trainer Jaron Siewert in der laufenden Meisterschaft. Auch im DHB-Pokal und in der European League konnte kein Gegner den Füchsen das Wasser reichen. „Gerade in der Breite des Kaders haben sie zurzeit ein unglaubliches Pfund in der Hand“, drückt es Florian Kehrmann passend im Handballjargon aus und liegt damit völlig richtig. Erst am Dienstag fertigten die Berliner den slowakischen Meister Tatran Presov in der European League vor heimischem Publikum mit 36:23 ab. „Was uns wirklich stolz macht, ist, dass wir Tiefe in unserem Team hatten. Wir haben viel gewechselt, aber alle Spieler haben gezeigt, dass sie bereit sind“, betonte auch Füchse-Co-Trainer Max Rinderle nach dem Spiel. Nur einen Gegner konnte Berlin in der laufenden Spielzeit nicht bezwingen: Gegen den deutschen Meister THW Kiel hieß es am Ende 28:28-Unentschieden.

 

Etwas, das der TBV mit seinem kommenden Gegner gemein hat. Auch die Lipper präsentierten sich zuletzt in bestechender Form. Nur eines der letzten fünf Bundesligaspiele gewann man nicht: beim 21:21-Unentschieden THW Kiel. Und was genau hat der TBV am Sonntag auf der Platte zu erwarten? „Die Füchse kommen mit verschiedenen Spielertypen und einem Rückraum, der sehr viel in Eins-gegen-Eins-Situationen geht und ein starkes Zeitkampfverhalten hat“, weiß Florian Kehrmann, auch wenn die Hauptstädter ohne ihren unter der Woche am Knie operierten Kapitän Paul Drux auskommen müssen. Zudem beherberge der gegnerische Kader auch Rückraumschützen, die aus der Fernwurfzone gefährlich seien, sowie zwei körperlich sehr präsente Kreisläufer. „Mit ihrer großgewachsenen Defensive verfügen sie zusätzlich auch über ein richtiges Abwehrbollwerk.“ Apropos Abwehrbollwerk. Ein Fragezeichen stehe aktuell noch hinter dem Einsatz von Isaias Guardiola. „Sicherlich haben wir momentan einen etwas ausgedünnten Kader, aber bisher haben wir das trotzdem immer gut hinbekommen“, zeigt sich Kehrmann optimistisch.

 

Der Lemgoer Trainer betont noch einmal die enorme Wichtigkeit der „Blauen Wand“ für die schwere und sicher hochklassige Partie am Sonntag. „Ich hoffe sehr, dass wir eine ähnlich tolle Atmosphäre wie gegen Kiel haben werden. Da haben uns die Zuschauer nach vorne gepeitscht. Ohne diese Unterstützung wird es nicht möglich sein, auch gegen Berlin eine Überraschung zu schaffen.“

 

Schiedsrichter der Partie sind Fabian Baumgart und Sascha Wild. Bislang sind ca. 3000 Tickets verkauft, es gibt noch freie Plätze in allen Kategorien. Erhältlich sind sie in allen Vorverkaufsstellen und rund um die Uhr im TBV-Ticketshop. Für den Besuch des Spiels gelten die 3G-Regeln. Am Spieltag ist die Geschäftsstelle von 14.30 bis ca. 16.15 Uhr als Abholstation für vorbestellte Tickets sowie als Tageskasse geöffnet. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, wird dennoch dringend empfohlen, Tickets im Vorfeld zu erwerben. Wer es nicht einrichten kann, hat wie immer die Möglichkeit, das Spiel live auf Sky zu verfolgen. Der Bezahlsender stimmt ab 15.45 Uhr auf Sky Sport 2 HD ein, los geht es dann um 16 Uhr mit dem Einzelspiel auf Sky Sport 4 HD.

 

 

 

Pressemeldung TBV Lemgo