Bürgermeister Klaus Geise, Thomas Grytz (Garten-und Landschaftsbau Grytz), Christoph Hermelingmeier (Planungsbüro Kortemeier Brokmann – Landschaftsarchitekten) und Hans Kordes (Stahlkünstler), gaben soeben im Rahmen eines kleinen Pressegesprächs Auskunft über den aktuellen Stand und die weiteren Schritte bezüglich des Vattiparks.

 

Geise rief nochmals in Erinnerung, dass dieses Projekt im Vorfeld viel Aufmerksamkeit bekommen hatte und es viele Diskussionen gegeben hatte. Am Ende einigte man sich auf die nun entstehende Variante, bei der es im Kern um eine Öffnung des Parks und eine Aufhellung geht. So lädt die Treppe nun auch zur Benutzung ein und ist nicht mehr so dunkel und versteckt gelegen wie zuvor. Das beleuchtete Geländer der Treppe sorgt ebenfalls für einen einladenden Eindruck und beschert dem Aufgang eine Aufwertung. Der neu entstandene Wallweg wird nicht nur deutlich breiter angelegt, er wird zudem auch gepflastert sein. Da man aufgrund der Geländebeschaffenheit nicht unter 9 Prozent Steigung gehen konnte, kann man leider nicht von einer Versehrtengerechtheit sprechen.

 

Sowohl auf dem Podest der Treppe, als auch entlang des Wallweges wird es Verweilmöglichkeiten in Form von Betonbänken mit Holzauflage geben. Die zehn im Herbst anzupflanzenden Zierkirschbäume sollen sich entwickeln, werden jedoch in der Größe begrenzt bleiben um auch die Straßenführung oberhalb des Parks erkennbar zu halten. Im Rahmen der Bauarbeiten wurde festgestellt, dass die im oberen Teil der Treppe zum Niederntor befindliche Natursteinmauer nicht länger den Verkehrssicherungspflichten entspricht. Rund 50% der Steine zerfallen in sich und müssen, ergänzt um weitere Steine, ausgetauscht werden. Dennoch bleibt man im Rahmen der im Vorfeld festgelegten Kosten in Höhe von 680.000 Euro, welche von der Stadt Blomberg zu tragen sind.

 

Der Hang wird mit Efeu bepflanzt werden, 25.200 Bodendecker gilt es einzubringen um auch Wetterbedingungen wir in diesen Stunden standhalten zu können. Die Digitale Anzeigetafel wird parallel zur größten Nelke der Welt errichtet werden. Aktuell werden die Fundamente dafür gegossen, diese müssen zunächst 28 Tage abbinden. Im Rahmen einer offiziellen Einweihung des Parks sollen diese dann „enthüllt“ werden. Die 6 x 6 m große Nelke steht bereits auf dem Betriebsgelände des Blomberger Bauhofs und ist mit rund 3,8 Tonnen verarbeitetem Stahl kein Leichtgewicht. Daher wurde sie auch in zwei Teilen nach Blomberg geliefert, der Aufbau selbst ist dann offenbar in wenigen Stunden realisierbar. Auch die Nelke wird mit LED-Technik ausgestattet werden – einen Beleuchtungstest hat es bislang noch nicht gegeben.

 

Der komplette Park erhält eine ökologische Aufwertung, soll zum Besuch der Altstadt einladen und wird im Wesentlichen bis Mitte/ Ende Juli fertig gestellt sein. Im Anschluss erfolgen dann nur noch kleinere Restarbeiten – sofern man, wie bislang, weiterhin im Zeitplan bleiben kann. Hermelingmeier ist jedoch zuversichtlich und fand lobende Worte für die Zuverlässigkeit der ausführenden Firma, mit der er schon andere Projekte gemeinsam realisiert hat.