Bringen gemeinsam mit den Teilnehmern des Arbeitskreises die interkulturelle Pädagogik durch gelebte Vielfalt voran (erste Reihe von rechts): Anika Eltgen (Netzwerk Lippe), Margit Monika Hahn und Julia Prokofieva (beide Kreis Lippe).

Neuerungen, personelle Wechsel, Informationen vom Netzwerk und strategische Ziele – das sechste Treffen des Arbeitskreises „Interkulturelle Pädagogik“ des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises Lippe bot vielfältige Themen und Diskussionsmöglichkeiten.

 

Anika Eltgen informierte bei dem Fachtag über die Arbeit der „Clearing- und Koordinierungsstelle Sprache“ des Netzwerks Lippe. Die Stelle soll Bedarfe an Sprachkursen schneller feststellen sowie Kursangebote und Teilnehmer passgenauer zusammenbringen. „Das bringt mehr Planungssicherheit für die Träger und das Jobcenter und die Wartezeiten für die Teilnehmenden verkürzen sich deutlich“, resümierte Eltgen.

 

„Fast jedes fünfte Kind in Deutschland wächst heute in Armut auf. Das fällt besonders in den Kommunen auf“, erklärte Margit Monika Hahn, die beim KI und dem Familienfreundlichen Kreis arbeitet. Im Rahmen der kommunalen Präventionsketten habe der Familienfreundliche Kreis die Kinderarmut im Fokus der Arbeit, so Hahn.

 

Deshalb engagiere er sich besonders in diesem Themenfeld, um allen Kindern und Jugendlichen ein Aufwachsen im Wohlergehen zu ermöglichen. „Das Konzept hilft zudem, die nachteiligen Wirkungen und Folgen von Kinderarmut frühzeitig zu erkennen und die Folgekosten von Kinder- und Jugendarmut für die Kommunen zu senken“, legte Hahn die Vorteile dar.

 

Bei dem Fachtag wurden den Teilnehmern die neuen Handreichungen für Eltern zur besseren Orientierung in den Kitas präsentiert. Diese sollen bei der Umsetzung pädagogischer Konzepte helfen und dabei aktuelle gesellschaftliche Veränderungen berücksichtigen. Eine weitere Neuerung ist der Newsletter des Familienfreundlichen Kreises. „Darin werden die Arbeitsbereiche mit den dazugehörigen Aufgaben und Angeboten ebenso vorgestellt wie die jeweils aktuellen Veranstaltungen“, stellt Julia Prokofieva vom Kreis Lippe und Leiterin des Arbeitskreises vor.

 

Zusätzlich zu den weiteren Terminen des Arbeitskreises wird es auch eine Fortbildung des Schulpsychologischen Dienstes geben. Am 9. Juli bietet Irmgard Weishaupt die Schulung „Durch Krieg, Vertreibung und Flucht traumatisierte Kinder und Jugendliche: Psychologisches Verstehen & pädagogisches Handeln“ an. Die kostenfreie Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter der lippischen Kitas. Anmeldungen werden bei Margit Monika Hahn unter der Telefonnummer 05231 / 62 4310 entgegengenommen.