Dirk Middendorf, Geschäftsführer Blomberger Versorgungsbetriebe. Foto: BVB.

Auch im Sommer 2023 bleibt die Versorgung mit Trinkwasser in und um Blomberg problemlos gesichert. Das teilen jetzt die Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) mit und berufen sich dabei auf eine interne Analyse der aktuellen Infrastruktur sowie der Liefermengen und Verbrauchswerte. BVB-Geschäftsführer Dirk Middendorf: „Trinkwasser wird auch in unseren Breiten zu einem immer sensibleren Thema, doch es besteht überhaupt kein Grund zur Besorgnis. Alle unsere Kapazitäten sind mehr als ausreichend. Dennoch sollte mit Trinkwasser – gerade an heißen Sommertagen – sorgfältig umgegangen werden.“

 

Die BVB versorgen insgesamt 5005 Haushalte mit Trinkwasser. Abgegeben werden jährlich ca. 740 000 Kubikmeter; das sind täglich im Schnitt 2000 Kubikmeter, in der Sommerzeit liegen die Durchschnittstageswerte bei 2500 Kubikmetern. An sommerlich-heißen Spitzentagen, wenn Pools befüllt und Gärten bewässert werden, können auch Tageswerte von bis zu 3000 Kubikmeter zustande kommen. Der Hochbehälter Eichenberg speichert bis zu 1500 Kubikmeter; weitere Hochbehälter befinden sich an den Standorten Hurn, Mossenberg, Reelkirchen, Brüntrup, Cappel und Eschenbruch. Das Fassungsvermögen liegt je nach Bauart zwischen 100 und 1500 Kubikmetern.

 

Insgesamt können 5150 Kubikmeter Wasser vorgehalten werden. Middendorf: „Unsere dezentrale Struktur hat Vorteile: wenn mal eine Einheit ausfallen sollte, bleibt der Rest stabil. Andererseits ist diese Speicher- und Leitungsstruktur anspruchsvoller und arbeitsintensiver als etwa Trinkwasserversorgungssysteme in anderen Orten.“ Das Trinkwasserleitungsnetz in und um Blomberg hat eine Länge von 248 Kilometern und wird seitens der BVB ständig gepflegt und in Betrieb gehalten. In den nächsten Jahren sollen die Leitungen und Trinkwasseranlagen sukzessive weiter modernisiert werden.

 

In den vergangenen 20 Jahren entwickelte sich die Trinkwassernutzung eigentümlich: Trotz sinkender Bevölkerungsdichte seit 2014 stieg die Menge des genutzten Trinkwassers seitdem an. Als Ursachen werden intensivere Gartenbewässerung und eine sich stetig vergrößernde Anzahl von Planschbecken und Gartenpools vermutet. Ansonsten sehen die BVB weder in technischer noch logistischer Hinsicht besondere Herausforderungen in den nächsten Jahren.

 

Das „Lebensmittel Nr.1“ wird regelmäßig von unabhängigen Fachleuten im Labor analysiert und überwacht. Der Wasser-Härte-Grad liegt je nach Quellort zwischen 11,4 Grad „deutscher Härte“ (dH; anerkannte Messkategorie für Wasserhärtegrade) und 30 Grad dH. Der Wert 30 gilt als hart; 11,4 gilt als weich. Insgesamt kann das BVB-Trinkwasser als eher hart bezeichnet werden. Je härter das Wasser, desto mehr Calcium und Magnesium ist enthalten. Die vielen Mineralstoffe kann der menschliche Körper gut aufnehmen. Es erfordert aber zum Beispiel eine etwas höhere Dosierung von Waschmitteln als bei sehr weichem Wasser.

 

Pressemeldung: BVB