Landrat Dr. Axel Lehmann kritisiert den Wegfall der RE 82. FOTO: ANNETTE KRIETE

Landrat Dr. Axel Lehmann kritisiert den Wegfall der Zuglinie RE 82 zwischen Bielefeld und Detmold und fordert schnellstmöglich Lösungen für die Fahrgäste.

 

Mit großer Irritation hat der Kreis Lippe die massiven Kürzungen durch die eurobahn auf der Zuglinie RE 82 zwischen Detmold und Bielefeld zur Kenntnis genommen. „Das schadet der Mobilitätswende in Lippe massiv und wirkt wie ein Katalysator für den Vertrauensverlust in den Bahnverkehr in Lippe“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

 

In einem Schreiben an den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Aufgabenträger für den Zugverkehr fordert er, schnellstmöglich eine Lösung für die vielen betroffenen Pendlerinnen und Pendler und übrigen Fahrgäste zu schaffen. „Regelmäßig erhalten wir Zuschriften von Lipperinnen und Lippern, die von ihren negativen Erfahrungen und ihrer Verzweiflung berichteten, da sie Schulen, Arbeitsplätze oder Arztbesuche mit der Bahn gar nicht oder nur unpünktlich erreichen“, berichtet Dr. Lehmann. Hinzu komme, dass Detmold als Zentrum und größter Wirtschaftsstandort Lippes vom Schienenverkehr drastisch abgeschnitten werde. „Eine Streichung der Linie ist daher keinesfalls hinnehmbar“, kritisiert Dr. Lehmann die eurobahn und den NWL.

 

Der NWL habe dafür zu sorgen, dass das vertraglich festgelegte Angebot auch erbracht – oder eine Nichterfüllung im Zweifel sanktioniert wird. „Mindestens ein ordentlicher Schienenersatzverkehr mit entsprechender Taktung ist das, was der NWL nun schnellstmöglich angehen muss“, fordert der Landrat. In diesem Punkt habe er dem NWL die Unterstützung des Kreises Lippe angeboten, um gemeinsam die Situation langfristig zu verbessern.

 

„Der monatelange Wegfall der RE 82 ist jedenfalls ein weiterer Schlag ins Kontor für die Mobilitätswende in Lippe, nachdem sich die Verlässlichkeit der eurobahn bereits in den vergangenen Monaten drastisch verschlechtert hat“, unterstreicht Verwaltungsvorständin Dr. Ute Röder die Haltung des Kreises Lippe. Dass das Unternehmen seine Fahrpläne aufgrund von Personalmangel anpassen müsse, ließe sich zwar argumentieren. „Dennoch müssen in solch einer Situation verlässliche Lösungen für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie alle anderen Fahrgäste geschaffen werden, die auf die Bahn angewiesen sind“, stellt Dr. Lehmann klar. Seine Bedenken und Forderungen hat der Landrat der eurobahn in einem gesonderten Schreiben ebenfalls mitgeteilt.