Die markante Stirnseite des Kornhauses wird denkmalpflegerisch instandgesetzt / Foto: Lippisches Landesmuseum Detmold.

Nun ist es endlich soweit. Das in die Jahre gekommene Kornhaus des Lippischen Landesmuseums wird saniert. Fassade und Fenster an der Südseite werden bis zum Sommer denkmalpflegerisch instandgesetzt. Der langgestreckte, dreigeschossige Fachwerkbau diente ursprünglich als Kornhaus der Meierei Schieder. Erbaut im Jahr 1587, wurde das Gebäude 1955 wegen Baufälligkeit in Schieder abgetragen und in den Jahren bis 1958 fachgerecht an seinem heutigen Platz in Detmold wiederhergestellt.

 

Seitdem ist es Teil des Landesmuseums und beherbergt überwiegend heimatkundliche Schaustücke. Vor allem an der südlichen Fassade nagte der Zahn der Zeit. Wind und Wetter haben der markanten Stirnseite des Fachwerkbaus in den Jahren arg zugesetzt. „Es war zu erkennen, dass geschädigte Holzbalken saniert und Zierschnitzereien gereinigt und instandgesetzt werden müssen. Wichtig ist es vor allem, Risse zu beseitigen und das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern“, erklärt der Museumsleiter Dr. Michael Zelle.

 

Die Immobilienabteilung des Landesverbandes Lippe hat das Projekt im vergangenem Jahr planerisch vorbereitet und setzt es nun um. Die Baumaßnahme wird mit Fördergeldern aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI finanziell unterstützt. Ohne diese Förderung wäre die Sanierung nicht leistbar. Die Instandsetzung soll Ende Juni abgeschlossen werden. Während der Arbeiten an der Fassade sind die Schausammlungen im größten und ältesten Regionalmuseum in Ostwestfalen-Lippe nach wie vor zu besichtigen.