Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur Andreas Scheuer, überbringt der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge gute Nachrichten. Foto: Büro Vieregge MdB.

Lippe ist eine von 50 Modellregionen, die erfolgreich am 5G-Innovationswettbewerb der Bundesregierung teilnahmen und bis zu 100.000 Euro erhalten. Diese frohe Nachricht hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, am vergangenen Mittwoch der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge verkündet. Zu verdanken ist dieser Erfolg auch dem hartnäckigen Einsatz der lippischen Abgeordneten, die in vielen Gesprächen mit der Leitungsebene des Ministeriums für das Projekt aus Lippe warb. Aus der Region Ostwestfalen-Lippe erhält lediglich das vom Kreis Lippe eingereichte Projekte eine solche Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI).

 

Das Innovationsprogramm der Bundesregierung geht auf die im Koalitionsvertrag beschlossene 5x5G-Strategie zurück und ermöglicht die Erprobung von 5G-Anwendungen unter realen Bedingungen. Auf diese Weise sollen die Potenziale des 5G-Mobilfunks vor Ort sichtbar gemacht werden. Dazu erklärte Kerstin Vieregge: „Die Bundesregierung will Deutschland zum Leitmarkt für 5G entwickeln. Ich freue mich darüber, dass Lippe wesentlicher Bestandteil dessen wird. 5G wird alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und administrativen Bereiche voranbringen und nachhaltig zur Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland beitragen.“

 

Kerstin Vieregge lobte in diesem Zusammenhang die gute Vorarbeit des Kreises Lippe. Dr. Stefan Ostrau, Leitzielverantwortlicher Digitalisierung beim Landkreis, und seine Mitarbeiter hätten einen sehr guten Projektantrag vorgelegt. „Dafür lohnte sich der Einsatz in Berlin. Für die gute Vorarbeit kann ich mich nur bedanken“, sagte die lippische Abgeordnete.

 

Lippe nahm mit einem Konzept an dem Wettbewerb teil, welches in drei verschiedenen räumlichen Bereichen ausgewählte Anwendungen der 5G-Zukunftstechnologie umsetzt. In diesem Zusammenhang werden infrastrukturelle, wirtschaftliche, logistische sowie landwirtschaftliche Rahmenbedingungen besonders berücksichtigt. Dabei soll ein lokales 5G-Netz in der SmartFactoryOWL in Lemgo aufgebaut werden mit der Option der Kopplung zu öffentlichen Zellen.

 

Daneben soll auf dem Innovation Campus Lemgo die gemeinsame Infrastruktur sowohl für private als auch für öffentliche Einrichtungen ausgebaut werden. Erprobt werden soll, wie die Anwendungen der Campusakteure mit ihren individuellen Anforderungen effizienter über ein 5G-Netz abgebildet werden können. Ausgehend vom Gewerbegebiet Lemgo-Lieme, sollen auch zusätzliche Sendemasten in der Fläche aufgestellt werden, um standortübergreifende Prozesse ausgewählter örtlich ansässiger Firmen mittels 5G zu unterstützen. Hier treten unter anderem die Bereiche Smart Farming, Bevölkerungsschutz und digitale Rettungsdienste im Ländlichen Raum in den Vordergrund.

 

Kerstin Vieregge stellte dazu abschließend fest: „Die Zukunft unseres Landes ist nur durch Innovation, durch Offenheit für moderne Technologien, zu gestalten. Die Anwendung des 5G-Netzes ist fester Bestandteil dieser Zukunft. Mittels der neuen Bundesförderung ist es möglich, einen echten Mehrwert für Lippe, für die Menschen in der Region, für Wirtschaft und Forschung, zu schaffen.“