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Im Jahr 2022 haben in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 160 503 Frauen entbunden; das waren 6,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor (2021: 171 022 Krankenhausgeburten). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl der gemeldeten Krankenhausgeburten damit niedriger als in den letzten sechs Jahren. Im Jahr 2015 hatte sie mit 157 065 zuletzt auf einem niedrigeren Niveau gelegen. Bei 32,5 Prozent der Frauen (52 237) fand die Geburt per Kaiserschnitt statt.

 

Damit war der Anteil der Kaiserschnittgeburten an allen Entbindungen im Krankenhaus um 0,6 Prozentpunkte höher als 2021 und lag über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (Durchschnitt 2012 bis 2021: 31,6 Prozent). Bei 11 662 Geburten (7,3 Prozent) wurde 2022 eine Vakuumextraktion und bei 483 Geburten (0,3 Prozent) eine Geburtszange eingesetzt.

 

Die Anteile der Kaiserschnittgeburten fielen im Jahr 2022 regional unterschiedlich hoch aus: In den Krankenhäusern des Regierungsbezirks Arnsberg wurde mit 35,7 Prozent die höchste und in denen des Regierungsbezirks Münster mit 27,8 Prozent die niedrigste Quote verzeichnet. Aufgrund der erforderlichen Geheimhaltung sind die Lokaldaten auf Ebene der kreisfreien Städte und Kreise nur eingeschränkt verfügbar.

 

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden im Jahr 2022 in 127 (38,1 Prozent) der insgesamt 333 Krankenhäuser Nordrhein-Westfalens Entbindungen durchgeführt. Von den 163 846 Babys, die 2022 in einem Krankenhaus geboren wurden, kamen 163 178 (99,6 Prozent) lebend auf die Welt. (IT.NRW)