Auszubildende im NRW-Handwerk haben einen immer höheren Schulabschluss. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hatten 22,7 Prozent der 27 819 neuen Auszubildenden im Handwerk im Jahr 2022 eine Hoch- oder Fachhochschulreife (6 303 Auszubildende). 2013 besaßen 14,8 Prozent der 30 189 Azubis mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ein (Fach-)Abitur (4 482 Auszubildende).

 

Der größte Teil der Auszubildenden im Handwerk verfügte im Jahr 2022 bei Vertragsabschluss über eine Fachoberschulreife. Der Anteil der Auszubildenden mit diesem Schulabschluss stieg von 34,2 Prozent im Jahr 2013 auf 42,7 Prozent im Jahr 2022. Dagegen sank der Anteil der Auszubildenden mit Hauptschulabschluss im Zehnjahresvergleich von 48,2 Prozent auf 30,0 Prozent. Hatten 2013 noch 14 541 Azubis mit Hauptschulabschluss eine Ausbildung im Handwerk begonnen, waren es 2022 nur noch 8 331 (−42,7 Prozent).

 

44,2 Prozent der angehenden Tischler und Tischlerinnen haben (Fach-)Abitur

Die Anteile der Auszubildenden mit einer Hoch- oder Fachhochschulreife lagen im Jahr 2022 bei den TOP-5-Ausbildungsberufen im Handwerk zwischen 8,1 Prozent und 44,2 Prozent. Für den beliebtesten Ausbildungsberuf Kraftfahrzeugmechatroniker(in) entschieden sich 816 Auszubildende mit Hoch- oder Fachhochschulreife; dies waren 20,1 Prozent aller neuen Azubis in diesem Beruf (4 071). Eine besonders hohe schulische Vorbildung bei Vertragsabschluss hatten 2022 die Auszubildenen im Beruf Tischler(in). 786 der insgesamt 1 782 neuen Azubis in diesem Beruf verfügten über eine Hoch- oder Fachhochschulreife (44,2 Prozent). Den geringsten Anteil der Auszubildenden mit Hoch- oder Fachhochschulreife gab es bei den Maler(inne)n und Lackierer(inne)n (8,1 Prozent).

 

41,8 Prozent der neuen Auszubildenden insgesamt hatten im Jahr 2022 (Fach-)Abitur

Ähnlich wie im Handwerk ist auch bei allen Auszubildenden im dualen System ein Trend zu höherer schulischer Vorbildung zu erkennen. So hatten 41,8 Prozent aller Azubis mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag im Jahr 2022 (Fach-)Abitur. Im Jahr 2013 waren es lediglich 37,8 Prozent gewesen (IT.NRW)