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Im Jahr 2021 produzierten 33 Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes Milch und Milcherzeugnisse (einschl. Speiseeis; nicht zum sofortigen Verzehr) im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltmilchtages (1. Juni 2022) mitteilt, war der Absatzwert dieser Milch und Milcherzeugnisse um 204 Millionen Euro (+12,6 Prozent) höher als 2020. Der Absatzwert erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2019 um 13,7 Prozent. 82,9 Prozent des Produktionswertes wurde in Betrieben der Regierungsbezirke Köln und Münster erzielt.

 

Deutschlandweit wurden im Jahr 2021 Milch und Milcherzeugnisse im Wert von 25,4 Milliarden Euro (+1,1 Milliarden Euro; +4,3 Prozent) produziert; der Anteil von in Nordrhein-Westfalen industriell hergestellten Milch und Milchprodukten am bundesweiten Produktionswert lag bei 7,2 Prozent. Wie die Statistiker mitteilen, beziehen sich die o. g. Ergebnisse auf Betriebe von Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten.

 

Die nordrhein-westfälischen Privathaushalte gaben im Jahr 2018 laut Einkommens- und Verbraucherstichprobe im Schnitt monatlich 37,34 Euro für Milchprodukte aus; das waren 15,3 Prozent der monatlichen Konsumausgaben für Nahrungsmittel. Mit 20,49 Euro pro Monat entfiel mehr als die Hälfte (54,9 Prozent) der Ausgaben für Milchprodukte auf Käse. Es folgten Milch (6,09 Euro) mit 16,3 Prozent und Joghurt (4,91 Euro) mit 13,2 Prozent. In den 4 985 nordrhein-westfälischen Milchkuhhaltungen gab es im November 2021 384 215 Milchkühe; das waren 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (November 2020: 393 221 Milchkühe).

 

Die Zahl der Milchkuhhaltungen verringerte sich im gleichen Zeitraum um 3,5 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte es noch 5 166 Haltungen mit Milchkühen gegeben. Im Kreis Kleve wurden im November 2021 landesweit die meisten Milchkühe gehalten; allein dort gab es in 423 Milchkuhhaltungen insgesamt 53 883 Tiere. (IT.NRW)