Foto: gstefy / Fotolia.

Die Deutschen lieben ihren Kaffee: 162 Liter trank jeder Deutsche im Jahr 2016. Das einstige Luxusprodukt gehört inzwischen fest zum Alltag dazu. „Nur vier von 100 Tassen sind fair gehandelt, dabei ist fairer Kaffee im Handel vergleichsweise häufig zu finden“, sagt die Leiterin Brigitte Dörhöfer, der Beratungsstelle Detmold, anlässlich der Fairen Woche, die sich in diesem Jahr rund um das Wachmacher-Getränk dreht.

 

„Wir empfehlen Kaffee aus fairem Handel, weil er für Kaffeebauern und Verbraucher Vorteile bringt“, so die Verbraucherzentrale. Da der Begriff „Fair“ gesetzlich nicht geschützt ist und immer mehr Fair-Label am Markt verfügbar sind, ist es für Verbraucher nicht ganz einfach, den Durchblick zu behalten. Damit Verbraucher faire Produkte besser erkennen können, gibt die Verbraucherzentrale einige Tipps:

 

Welchen Siegeln vertrauen? Bei Lebensmitteln können sich Käufer gut am hellgrün-blauen Fairtrade Siegel auf schwarzem Grund orientieren. Der Kaffeepreis unterliegt auf dem Weltmarkt starken Schwankungen. Grund sind Spekulationsgeschäfte und auch durch den Klimawandel erschwerte Anbaubedingungen. Gerade deshalb gibt der Faire Handel den Produzenten Planungssicherheit durch garantierte Mindestpreise und langfristige Handelsbeziehungen. Da 80 Prozent der Kaffeebohnen auf den Feldern von Kleinbauern wachsen, sind diese besonders auf die Unterstützung im Geschäft mit den mächtigen Kaffeeröstern angewiesen.

 

Die Verbraucherzentrale lädt zur Kaffeeverkostung am Donnerstag, den 26. September 2019, von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr in die Beratungsstelle ein. Da Detmold seit 2017 Fairtrade-Stadt ist, können sich die Verbraucher natürlich auch über die Einkaufsmöglichkeit vor Ort informieren. Welche Kennzeichnungen wirklich halten, was sie versprechen, erklärt die Verbraucherzentrale NRW unter: www.verbraucherzentrale.nrw/label-faire-lebensmittel.

 

Pressemeldung: Verbraucherzentrale NRW.