Dr. Manuel Zimmer der TH OWL gibt den Teilnehmenden der ersten Veranstaltung in der neuen Future Food Factory OWL einen Einblick in die künftigen Forschungs- und Lehrtätigkeiten in der neuen „Lebensmittelfabrik der Zukunft“. Foto: TH OWL

Der Neubau der Future Food Factory OWL, der Forschungsfabrik für die Lebensmittelproduktion der Zukunft, ist jetzt fertiggestellt. Die Mitarbeitenden der TH OWL sind eingezogen und mit Inbetriebnahme fand am 12. Januar sogleich die erste Veranstaltung unter dem Motto „Daten und Digitalisierung als Chancen für eine klimaneutrale Land- und Ernährungswirtschaft“ in den neuen Räumlichkeiten statt.

 

In der neuen Forschungs- und Denkfabrik der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die auf dem Innovation Campus Lemgo entstanden ist, steht die Nahrungsmittelproduktion im Fokus. Im europäischen Vergleich handelt es sich hierbei um einen einzigartigen Meilenstein in der wissenschaftlichen Erforschung der Produktionsautomation in der Lebensmittelherstellung der Zukunft. So bekam das Projekt „Smart FOODFACTORY“ mit Fertigstellung des Gebäudes den treffenden Namen „Future Food Factory OWL“.

 

Das Gebäude ist nicht nur ein Ort, an dem geforscht wird, sondern wird auch ein Ort der Begegnung und ein „Schaufenster“ für die Öffentlichkeit sein. Im Zentrum des Innovation Campus Lemgo, direkt am neuen Campus-Boulevard Ost gelegen – der Stadt und Campus verbindet – schaffen die großen Fenster Transparenz und geben Einblick in die Werkhalle/das Technikum und das Foyer.

 

Das Technikum, in dem Maschinen, Geräte und Apparaturen je nach Forschungsbereich frei und flexibel platziert werden können, bildet den Kern des Arbeitsbereiches. Verschiedene Projekträume und Labore, ergänzt durch einen Sensorikraum sowie einem Bürobereich schließen sich direkt an. So ist ein Forschungsbereich entstanden, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule gemeinsam mit Partnerunternehmen in einer Weise experimentieren, wie es unter realen Bedingungen der Produktionspraxis für Lebensmittel nicht möglich wäre.

 

KI und Digitalisierung in der Lebensmittelproduktion nehmen hier einen hohen Stellenwert ein. Alle Forschungs-, Lehr- und Lernprojekte werden begleitet von Fragen der Energiewende, des Klimawandels und unserer Gesundheit. So steht zum Beispiel die Automation bei der Herstellung von pflanzenbasierten Lebensmitteln als Alternative zu tierbasierten Lebensmitteln im Fokus.

 

„Wir freuen uns, dass nach vier Jahren Projekt- und Bauphase die „Future Food Factory OWL“ nun in Betrieb geht und wir gleich zu Beginn schon Standort für eine Veranstaltung aus der Reihe „Zukunft gemeinsam gestalten – Think Tank Klimaneutralität in der Ernährungswirtschaft NRW“ sind“, sagt Dr. Manuel Zimmer Leiter der Geschäftsstelle smartFoodTechnologyOWL der TH OWL, die hinter der Konzeption der Future Food Factory OWL steht.

 

„Mit KI und Industrie 4.0 steht die Lebensmittelfabrik der Zukunft für die Digitalisierung in der Lebensmitteproduktion. Einen besseren Hintergrund kann es nicht geben, das Thema “Daten und Digitalisierung als Chancen für eine klimaneutrale Land- und Ernährungswirtschaft“ genau hier an diesem neuen, modernen und zukunftsorientierten Ort mit Expert:innen der Branche zu diskutieren,“ so Dr. Manuel Zimmer weiter.

 

In Impulsvorträgen, Arbeitsgruppen und anschließendem Networking diskutierten Verteter:innen aus Unternehmen, Wissenschaft und Start-Ups Fragestellungen wie: Welche Daten benötigt man, um Nachhaltigkeit und Klimaneutralität messbar zu machen? Wie können Maschinen und Anlagen im Betrieb und wie können Unternehmen über die Wertschöpfungskette intelligent vernetzt werden? Welche digitalen Lösungen gibt es für eine „klimaneutrale“ Produktion und nachhaltige Produkte?

 

Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltungsreihe von den Organisationen Ernährung-NRW e.V., Foodhub NRW e.V. und Food-Processing Initiative e.V.

 

Pressemeldung: TH OWL